NABU-Aktion

„wir erftstädter“ 4. Juni 2011

Kindertagesstätte Liblarer Spatzen e.V. unterstützt NABU-Aktion und machen auf eigene Situation aufmerksam. Schwere Zeiten für alle Spatzen?

Die Kinder der Kindertagesstätte Liblarer Spatzen e.V. nahmen am Freitag an der Aktion des NABU: „Stunde der Gartenvögel“ teil und zählten Vögel im Garten der Tagesstätte. Eine Kohlmeise im Apfelbaum, Blaumeisen und vor allem Amseln flogen im Garten umher. Spatzen sahen die Kinder keine. „Bei uns zu Hause sind die Hecken voller Spatzen. Wenn man das sieht, meint man gar nicht, dass die Spatzen vom Aussterben bedroht sind!“ sagte Gudrun Schultz, Erzieherin bei den Liblarer Spatzen.

Tatsache ist jedoch, dass die Zahl der Spatzen in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, weil der Lebensraum immer unwirtlicher wird.

Das ist eine Parallele zu der Kindertagesstätte Liblarer Spatzen e.V. und den Elterninitiativen im Allgemeinen: Durch das Kibiz steht die finanzielle Versorgung auf wackligem Grund. Die Vorstandsvorsitzende der Liblarer Spatzen, Christine Tellenbach, dazu: „Gelder werden nur nach der Belegung der Plätze und somit nach Anzahl und Alter der Kinder gezahlt. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass mal mehr, mal weniger Kinder eine Einrichtung besuchen und sich auch die Altersstruktur verändert, die Ausgaben für Personal, Miete, Heizung, Strom und weitere Unterhaltskosten jedoch gleich bleiben. Finanztechnisch ist unsere Situation dadurch komplizierter geworden.“

Auch aus Sicht der Erzieherinnen hat sich die Situation nicht zum Positiven geändert: „Neben Erziehung und Förderung der Kinder sind wir zusätzlich auch noch mit anderen Arbeiten betraut, wie z.B. Küchendienst. Das ist wertvolle Zeit, die für die Förderung der Kinder verloren geht. Damit geht die Rechnung nicht auf.“

Zu hoffen bleibt, dass uns sowohl der Vogel erhalten bleibt, als auch dass Elterninitiativen bald wieder festen Grund unter den Füßen haben, damit unsere Kinder bestmöglich ausgebildet werden.